Garnelen, Korallen oder Fische? - Die passenden Tiere für das Nanoaquarium


 

Nanoaquarien, wobei es sich um besonders kleine Becken zwischen 10 und 150 Litern handelt, erfreuen sich großer Beliebtheit in der Meerwasseraquaristik. Besonders wegen der kompakten Gestalt und des verhältnismäßig günstigen Preises greifen viele Aquarianer, vor allem Einsteiger, zu dieser Art von Becken. (Einen detaillierten Überblick über die Vor- und Nachteile von Nanobecken finden Sie auch in unserem entsprechenden Blogartikel.)

Nichtsdestotrotz gibt es auch oder vor allem bei diesen Aquarien einige Dinge, die es zu beachten gilt - besonders beim Besatz, da nicht alle potenziellen Aquarienbewohner mit so wenig Platz zurechtkommen. Ganz wichtig: In einem Becken unter 10 Litern sollten Sie niemals Tiere halten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen eine kleine Übersicht an die Hand geben, welche Tiere Sie in ihr Nanoaquarium einsetzen können und welche eher großen Becken vorbehalten sind. 



Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis)

 

Gut geeignet:Wirbellose Tiere wie Garnelen

Der Bereich der wirbellosen Tiere bietet eine große Auswahl an Kandidaten für Ihr Nanobecken. Geeignet sind beispielsweise Garnelen, Schnecken, einige Krabben und Röhrenwürmer. Seesterne und Seeigel sind aufgrund ihrer Größe und Nahrungsansprüche nicht für Nanobecken geeignet.

Mit Garnelen, die sich in Becken ab 20 Litern gut halten lassen, sind sie beim Nano-Besatz auf der sicheren Seite. Die Tiere sind sehr anspruchslos, friedlich und widerstandsfähig und zudem Allesfresser, wobei pflanzliche Kost wie Algen und Plankton besonders gern auf dem Speiseplan steht.

Weil Garnelen sehr gesellig sind, sollten Sie immer mehrere Exemplare zusammen halten. Jedoch sollten Sie eine Vergesellschaftung mit zu agilen oder aggressiven Tieren vermeiden, da Garnelen dann schnell Scheu zeigen. Zu den beliebtesten Pfleglingen zählen z.B. die Hohlkreuzgarnele (Thor amboinensis) oder die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis)

 

Schnecken-klein, praktisch nano-geeignet

Auch Schnecken sind aufgrund ihrer geringen Größe und einfachen Pflege ein idealer Besatz für das Nanoaquarium ab 10 Litern. Zudem erfüllen sie auch einen praktischen Nutzen, da sie Algen von den Scheiben und der Dekoration vertilgen. Beliebt sind beispielsweise die Algenschnecke (Tectus sp.)Sandschnecke (Nassarius sp.) oder Napfschnecke (Vitta virginea). Unser Tipp: Setzen Sie ein Exemplar auf 10 Liter ein. Zudem sollten immer genug Ersatz-Schneckenhäuser im Becken vorhanden sein. 



Algenschnecke (Tectus sp.)
 

Geeignete Krabben für das Nanoaquarium

Einige Krabbenarten sind ebenfalls gut für Nanobecken ab 30 Litern geeignet. Dazu zählen beispielsweise Boxerkrabben (Lybia tesselata), die besonders aufgrund ihres interessanten Verhaltens beliebt sind und Mithrax-Krabben bzw. die Grüne Spinnenkrabbe (Mithraculus sculptus), die auch zur Algenbekämpfung, insbesondere von Kugelalgen, eingesetzt werden können. 
 

Röhrenwürmer - filigrane Bewohner für Ihren Nanotank

Röhrenwürmer (Sabellastarte sp.) erfreuen sich aufgrund ihrer faszinierenden, filigranen Gestalt großer Beliebtheit in der Nanoaquaristik. Für Becken ab 50 Litern sind sie bestens geeignet.


Röhrenwurm (Sabellastarte sp.)

Fische erst ab mindestens 30 Litern!

Der Fischbesatz ist ein heikles Thema in der Nanoaquaristik, da nur wenige Fische mit so wenig Schwimmraum zurechtkommen. Setzen Sie also nur Tiere ein, bei denen klar deklariert ist, dass sie für Nanoaquarien geeignet sind - alles andere wäre Tierquälerei. Besonders große oder aktive Fische sind generell nicht empfehlenswert. Eine einfache Faustregel besagt, dass Ihr Becken zur Haltung von Fischen in jedem Fall mindestens 30 Liter fassen sollte.

Hier eine beispielhafte Auswahl der Fischarten, die sich auch in Nanobecken wohlfühlen: Jedoch sollte auch bei diesen Arten darauf geachtet werden, nicht zu viele Exemplare im Nanobecken einzusetzen. Darüber hinaus sollten Sie erst Fische einsetzen, wenn das Becken eingefahren und biologisch stabil ist, was mehrere Monate dauern kann. 


Gelbe Korallengrundel (Gobiodon okinawae)
 

Korallen - das schönste Riff für Ihr Nanobecken

Der Vorteil an Korallen ist, dass der Großteil von Ihnen auch mit geringen Beckenvolumina ab 10 Litern zurechtkommt und somit absolut nano-geeignet ist. Besonders pflegeleicht sind Weich- und Lederkorallen sowie Scheiben- und Krustenanemonen. Steinkorallen sind dagegen recht anspruchsvoll und deshalb weniger für Nanobecken geeignet. 

 

Fazit - wen einsetzen, wen lieber nicht?

Hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse zum Thema Nano-Besatz:

1) Allgemein sollten Sie erst ab 10 Liter Beckenvolumen Tiere im Nanoaquarium halten.

2) Ein Fischbesatz ist generell erst ab mindestens 30 Litern empfehlenswert.

3) Geeignet
: Kleine Tiere mit wenig Territorial- und Schwimmbedarf, z.B.
  • Garnelen (ab 20 Litern)
  • Schnecken (ab 10 Litern)
  • Röhrenwürmer (ab 50 Litern)
  • diverse Krabben (z.B. Boxerkrabbe, Grüne Spinnenkrabbe (ab 30 Litern))
  • Wenige Nanofische (ab 30 Litern)
  • Korallen (ab 10 Litern)
4) Ungeeignet:
  • große Tiere
  • sehr schwimmfreudige Tiere
  • Pfleglinge mit speziellen Nahrungsansprüchen (z.B. Seesterne und Seeigel)

Bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit an unser Whitecorals-Team wenden. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Bestücken Ihres Nanoaquariums!
 

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